Mittwoch, 21. Januar 2015

Die Frage nach dem Warum - Teil 1

Die Antwort ist eigentlich ganz leicht zu beantworten:

Weil ich zu dick bin!

Ich gehöre zu den Menschen, die schon immer zu dick waren.
Meine Kindheit verbrachte ich viel bei meiner Oma, wo es noch galt: "Was auf den Teller kommt, wird gegessen"!
Gefolgt von der tollen Aussage: "Natürlich isst du deinen Teller leer. In anderen Ländern verhungern Kinder, wir schmeißen nichts weg!"

Natürlich will ich nicht sagen, dass meine Oma an allem Schuld ist, aber es hat mich und mein Essverhalten doch sehr geprägt. Gepaart mit der Tatsache, dass ich ein sehr guter Futterverwerter bin und jedes einzelne Gramm, das ich esse auch direkt auf meinem Hintern landet, haben mir diese Aussagen so einige Kilos zu viel beschehrt.

Wenn ich dann so an meine Jugend zurück denke, dann denke ich an meine andere Oma, die mir ständig sagte: "Kind, zieh den Bauch ein!", an andere Kinder, die mich gemobbt haben, an eine (nicht sonderlich nette) Cousine, die mich "Fette Sau" genannt hat und an meinen aller ersten festen Freund, der mich dank all der Selbstzweifel in drei Jahren Beziehung nicht auch nur ein mal nackt gesehen hat (ja, das geht).

Mitlerweile bin ich kein Teenie mehr.
Ich gehe jetzt stark auf die 30 zu und bin Mama eines wunderbaren Sohnes von 1,5 Jahren.
Seit fast 9 Jahren bin ich mit einem wunderbaren Mann verheiratet, der es geschafft hat einen Teil dieser Selbstzweifel verschwinden zu lassen. Der mir das Gefühl gibt geliebt zu sein und zwar so wie ich bin.
Und doch sitzt da immer noch die Stimme in meinem Kopf, die sagt ich solle den Bauch einziehen.
Da sind immer noch die Zweifel wie man mich nur attraktiv finden kann und die dann das Licht ausmachen, wenn ich mit meinem Mann ins Bett gehe.
Bescheuert, ich weiß, aber da kann ich nicht über meinen eigenen Schatten springen.
Manchmal gelingt mir das.
Ich gehe zum Beispiel total gern in die Sauna, was mich beim ersten Mal wirklich unendlich viel Überwindung gekostet hat. Und eigentlich kostet es mich jedes Mal aufs Neue unheimlich viel Überwindung und der Besuch in der Sauna wäre vermutlich auch noch entspannender, wenn die ollen Selbstzweifel in meinem Kopf endlich mal still wären.

Ja, also warum will ich abnehmen?
Weil ich mich gerne wieder wohl in meiner Haut fühlen möchte. Wobei wieder echt gut ist, wie man meinen Zeilen bis jetzt entnehmen konnte, hab ich das ja bis jetzt nie wirklich.
Also eher: Weil ich mich endlich wohl in meiner Haut fühlen möchte.
Ich denke das trifft es am ehesten und dazu kommt natürlich auch einfach der gesundheitliche Aspekt.
Ich fühle mich zwar nicht ungesund, aber ich bin mir sicher mit ein paar Kilo weniger auf den Rippen fühle ich mich noch besser.



Und los...

Was wird das denn hier?
Noch ein Blog?
Noch ein Blog von mir?
Und das wo der andere Blog ja schon nicht regelmäßig gefüllt wird?

Klar, ich bin hier auf Blogger, also ist das wohl ein Blog.
Der Blogname spricht auch irgendwie schön Bände...ein Abnehm-Blog.
Aber in erster Linie wird das hier mein Tagebuch sein.
Ein Tagebuch, um meine (hoffentlich bald eintretenden) Erfolge zu dokumentieren,
eines um mir den Frust von der Seele zu schreiben (und der wird kommen),
eines um mich zu motivieren.
Dieser Blog soll aber auch ein Ars..tritt sein, wenn ich ihn brauche (und den werde ich bestimmt mal brauchen). Manche können unter Druck besser "arbeiten" und dazu gehöre ich manchmal auch. Und was könnte einen denn besser unter Druck setzen, als die Tatsache, dass man sein Vorhaben abzunehmen in aller Online-Öffentlichkeit angeht.

Naja und gerne darf mein Blog auch Treffpunkt sein.
Ein Treffpunkt für Gleichgesinnte, Mitstreiter und Leidensgenossen oder die, die es gern werden möchten und dazu vielleicht noch den ein oder anderen oben genannten Ars...tritt brauchen.

Alles beginnt mit einem ersten Schritt...
Der Vorsatz wäre gemacht, morgen beginnt die Zeit diesen in die Tat umzusetzen.